Imkern auf Probe

Da unsere Verein über keinen eigenen Bienenstand verfügt, bieten wir allen Interessierten an „ein Jahr auf Probe“ zu imkern. Das bedeutet, der Verein sucht Ihnen einen erfahrenen Imker in Ihrer Nähe. Beim Imker direkt erlernen Sie unter fachlicher Anleitung alle praktischen Kenntnisse, um im Laufe des Bienenjahres anfallende Arbeiten selbstständig erledigen zu können. In der Regel startet das Imkerjahr von März (bei guten Temperaturen) bis in den Spätsommer hinein, in dieser Zeit finden dann regelmäßige Treffen bei den Bienenvölkern statt. Wichtig, Sie können dem Imker über die Schulter schauen, Fragen stellen und auch direkt alles an den Bienen miterleben (für mehr Infos – finden Sie das Bienenjahr in Kürze unten). Gefällt Ihnen das Imkern auf Probe? Wunderbar, dann können Sie im Anschluss an Ihr Imker-Probejahr gern eigene Bienen betreuen. Sollten Sie sich hierzu entschließen im Verein Mitglied zu werden – steht Ihnen regelmäßig der Imkerstammtisch (alle 4 Wochen) zur Verfügung, um dort auch noch offene Themen und Fragen zu klären. Mehr Infos zur Vereinsmitgliedschaft und deren Vorteile finden Sie auf der folgenden Seite „Vereinsmitgliedschaft“.

FAQ - Die meist gestellten Fragen von Anfängern in Kürze

Wann beginne ich mit dem Imkern?
Der ideale Zeitpunkt ist im zeitigen Frühjahr (Feb/März), da hier von Beginn an alle Arbeiten beobachtet werden können.

Wieviel Arbeit ist Imkern (Stunden/ Aufwand)?
Zwischen Februar- Oktober befindet sich ein Imker regelmäßig bei seinen Bienen. Zwischen Mai und Juli wöchentlich mindestens einmal. Ansonsten sind noch Reinigungsarbeiten und Vorbereitungen im Winter einzurechnen. Wichtig zu wissen: Bienenvölker sind wie alle anderen „Tiere/ Haustiere/ Nutztiere“ und benötigen Pflege und Aufmerksamkeit.

Kann ich als Berufstätiger imkern?
Ja, viele Berufstätige kümmern sich um die Bienen abends oder am Wochenende.

Was benötige ich alles?
Gerätschaften Liste - LINK

Wann kann ich Honig ernten?
Je nachdem ob man mit einen Ableger (kleines Bienenvolk im Wachstum) oder einem Wirtschaftsvolk (großes Bienenvolk) startet.
Beim Wirtschaftsvolk kann Honig im selben Jahr geerntet werden (je nach Wetter, dem Aufstellort und anderen Kriterien).
Wirtschaftsvölker sowie auch Ableger vermitteln wir gern über den Verein.
Vorsicht bei Paketbienen und „Sondereinkäufen“ aus dem Ausland, hier können Krankheiten/ Seuchen eingeschleppt werden.
Alle Völker, die nicht aus dem Landkreis kommen benötigen ein Gesundheitszeugnis.
Unsere Empfehlung:

  1. Lernen Sie zuerst das Imkern (z.B. bei Imkern auf Probe), damit Sie wissen was auf Sie zukommt.
  2. Entscheiden Sie dann, wie es weitergeht.

Das Bienenjahr – kurze Info

Januar/ Februar

sitzen die Bienen in einer Wintertraube (alle Bienen sitzen fest zusammen – fast wie ein Ball – um sich zu wärmen) und es fallen keine direkte Arbeiten am Bienenvolk an (ggf. Überprüfung des Futtervorrats und Beobachtung am Flugloch, ob sich bei milden Temperaturen etwas tut).

März/ April

Start der Bienensaison – das Wetter wird besser und die Bienen können bei Temperaturen über 10 Grad Celsius wieder mit ihren Sammel-Flügen beginnen. Hier wird das Bienenvolk auf das Frühjahr/ den Sommer vorbereitet (Reinigung der Böden/ Kästen/ Rähmchen, Durchsicht des Bienenvolks auf seinen Zustand, Einhängen von Drohnenrahmen etc).

Mai/ Juni/ Juli

hier steigt die Volksstärke der Bienen stark an und im Verlauf werden die Bienen auch Honig eintragen. Alle Arbeiten wie Kontrolle auf Schwarmlust, Bruttätigkeit und Ernten des Honigs stehen in dieser Zeit an. Die Zeit ist auch gleichzeitig die arbeitsintensivste Zeit des Jahres für den Imker.

Juli/ Aug/ Sept

Der Spätsommer hält Einzug, hier müssen die Bienen auf Varroa-Milben (Schädlinge) kontrolliert werden und mit der Ameisensäure behandelt werden. Auch beginnt hier bereits die Vorbereitung auf den Winter (man füttert den Bienen etwas zu damit Sie genügend Futtervorrat für den Winter anlegen können).

Okt/ Nov / Dez

hier beginnt je nach Wetterlage die „Einwinterung“ (Schließung des Bienenkastens, keine Kontrollen mehr). Im Dezember wird noch einmal mit einer Säurebehandlung gegen die Varroamilben vorgegangen. Dann verbleiben die Bienen wieder in der Wintertraube.


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